Mitgliederversammlung 2017

Rückblick auf die Mitgliederversammlung am 24. März 2017 im Schlöoß in Ravenstein-Merchingen

Kurzbericht zur Mitgliederversammlung 2017

Hauptversammlung der Kreisjägervereinigung Merchingen

Das Schloss in Merchingen bot dafür den richtigen Rahmen. Die Jagdhornbläsergruppen Weidmannsheil Buchen, Hubertus Erftal und Bauland-Osterburken umrahmten das Treffen der 150 erschienenen Jäger unter der Leitung von Bläser-Obfrau Daniela Alter musikalisch stimmungsvoll. Kreisjägermeister Dr. Henner Heitmann, Kleinhornbach, begrüßte unter den Anwesenden zahlreiche Ehrengäste aus der Region. In ihren Grußworten unterstrichen diese die besondere Bedeutung des Jagd- und Hegewesens für den praktischen Naturschutz im Neckar-Odenwald-Kreis. Dr. Heitmann führte durch die Berichte aus allen Vereinsressorts, vom Hundewesen bis zum "Lernort Natur". Bei ihrem Totengedenken, gedachten die Waidmänner unter Hörnerklang sechs verstorbener Jagdkameraden. Über die jeweils zahlreichen Aktivitäten der fünf Hegeringe der Kreisjägervereinigung rund ums Jahr, lieferte Stefan Blaha, Adelsheim, Rapport. Besonders freute es den Kreisjägermeister, dass im zurückliegenden Jahr alle 21 Teilnehmer der vereinseigenen Jagdschule Neckar-Odenwald Kreis die Jungjägerprüfung bestanden hatten. Die Wiedereröffnung des Schießstandes in Osterburken stellte Dr. Heitmann für den Mai in Aussicht. Dessen Sanierung war nötig geworden, um dem erhöhten Sicherheitsrisiko zu begegnen. Eben dieses seit letztem Jahr gültige Jagd- und Wildtier-Managementgesetz stellte Dr. Heitmann in Frage, als er sagte: "Der Ausdruck 'waidgerechte Jagd´ kommt nicht darin vor. Es ist aber bei Jagd und Hege entscheidend für unser Selbstverständnis als Jägerinnen und Jäger, im Umgang mit jedem einzelnen Geschöpf Wild." Er unterstrich, dass bereits das Ansinnen des Gesetzgebers, Wildtiere managen zu wollen, "ein Widerspruch in sich" sei. Dr. Heitmann kritisierte die Bürokratisierung der Jagd durch inzwischen erforderliche weitreichende Formalien und umfangreiches Berichtswesen. Er stellte sich vehement gegen öffentliche kritische Anmerkungen. Die traditionelle waid- und tierschutzgerechte Jagd sei vielmehr ein Teil der Kultur. Das Fazit des Kreisjägermeisters: "Jagd muss Freude machen. Jagdliche Passion ist der persönliche Antrieb eines jeden Waidmanns, sich mit Fürsorge und Jagdeifer um das ihm anvertraute Wild tierschutzgerecht zu kümmern." In seinem Vortrag über die Stärken und Schwächen bleifreier Jagdmunition stellte der Sachverständige Gunnar Petrikat klar, dass die Annahme des Gesetzgebers noch immer umstritten sei, der zufolge die Verwendung bleifreier Munition eine mutmaßlich nachhaltige Gesundheitsgefährdung des Menschen darstelle. Petrikat rief dabei zu einer deutlich differenzierteren Betrachtung der Streitfrage auf.  

 

Ehrungen langjähriger Mitglieder und Gehörnschau

Die Jahreshauptversammlung stand unter dem Glanz zahlreicher Ehrungen. Fünf KJV-Mitglieder wurden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt, ebenso viele für 40-jährige und drei für 50-jährige Treue, nämlich Hugo Brenneis (Hardheim), Edgar Eberle (Buchen), und Willi Geiger, Osterburken. Hans-Peter Handel (Walldürn), Helmut Farrenkopf (Höpfingen), Hans-Georg Kübler (Buchen-Rinschheim) erhielten die Verdienstnadel in Bronze des Landesjagdverbands, Erwin Schöpf (Hainstadt), Sven Haberkorn (Hardheim) und Günter Schuh die Bläser-Verdienstnadel des Bundesverbandes. Albrecht Reichert, Bretzingen, wurde für langjährige Verdienste um die Kreisjägervereinigung Buchen zum Ehrenmitglied ernannt. Ergänzend zur Jahreshauptversammlung fand eine so genannte Gehörnschau statt, auf der die Jäger die Trophäen ihrer im zurückliegenden Jagdjahr erlegten Rehböcke zeigten. Hier wurden sechs Bronzemedaillen, zwei Silbermedaillen und eine Goldmedaille vergeben. Diese erhielt Helmut Farrenkopf aus Götzingen für einen besonders starken und alten erlegten Bock.  

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